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Lorenzo

Lorenzo darf seine Pfote nicht verlieren

Lorenzo – so haben wir ihn nachträglich getauft - ist ein Maremmano, der schmerzgepeinigt von Touristen gefunden wurde – und das buchstäblich in letzter Sekunde: Die Polizei war bereits anwesend und man war im Begriff, die Hundefänger anzurufen. Das bedeutet den Tod, denn im Canile Europa, dem städtischen Tierheim, gibt es keine Überlebenschance für einen Hund mit solch einer schweren Verletzung:
Lorenzo hatte den ganzen Fuß voller Grannen. Dies ist äußerst schmerzhaft bei jedem Schritt. Deshalb versuchen die Hunde in der Regel, sich die kleinen Plagegeister abzulecken, was nicht funktioniert. Weil der Schmerz immer heftiger wird, lecken sie weiter, bis aufs rohe Fleisch. Die Folge sind Verschmutzung und Entzündung, Eiter bildet sich. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sitzen die Fliegen auf der Wunde und legen ihre Eier hinein. In Lorenzos Fuß, der bis auf die Knochen lädiert ist, wimmelte es von Fliegenmaden und Grannen. Er muss über lange Zeit wahnsinnige Schmerzen erlitten haben und tut es noch!

Die Touristen haben zunächst die Verantwortung übernommen und Lorenzo zu sich geholt, damit er nicht ins Canile muss. Dann haben sie uns informiert, weil sie in Kürze abreisen und ihn nicht mitnehmen können. Ein Tierarzt hat sofort notdürftig geholfen, aber bei einer derartigen Wunde ist leider mehr als ein Verbandswechsel und ein Antibiotikum nötig. Wir können Lorenzo auch nicht auf Hope, unserem Grundstück, unterbringen, weil er eine engmaschige medizinische Betreuung braucht. Sonst würden wir riskieren, dass der arme Tropf seine Pfote verliert!! – Die Bilder sind wohl selbsterklärend…

Auch nach Deutschland können wir ihn nicht zeitnah holen, weil er zunächst die vorgeschriebene Tollwutimpfung erhalten müsste und diese mindestens 21 Tage alt sein muss. So viel Zeit hat er nicht! Lorenzo in seinem reduzierten Allgemeinzustand zu impfen, wäre zudem kontraproduktiv; sein Immunsystem hat im Moment ganz andere Sorgen.

Aber helfen müssen und werden wir ihm – er hat nur uns! Wir stellen uns mit aller Macht dieser Herausforderung und haben Lorenzo heute (28.07.15) zum stationären Aufenthalt in die Klinik gebracht. Dort wird seine furchtbare Wunde versorgt, er bekommt alle notwendigen Medikamente sowie Infusionen und wird überwacht. Es wird sicher einige Zeit dauern, bis er die Klinik wieder verlassen darf. Natürlich werden wir Lorenzo auch danach nicht alleine lassen. Sobald sein Zustand es erlaubt, reist er auf eine versierte Pflegestelle in Deutschland und wird sicher irgendwann der ganze Stolz seiner eigenen Familie sein.

Damit Lorenzo diese Zukunft hat, brauchen wir unbedingt Eure finanzielle Unterstützung; alleine können wir diese kostenintensive Notsituation nicht stemmen. Bitte helft uns, damit Lorenzo bald wieder der stolze Maremmano ist, der unter all dem Schmerz und Leid vergraben liegt! Danke. Spendenstichwort: „Lorenzos Pfote“