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Billy .....jetzt ist er

Billy Brösel

 

Na, mal ehrlich? - passt der Name nicht wunderbar zu seinem Knautsch - Gesicht?

Sein Frauchen hatte sich auch genau in  dieses Gesicht verliebt. Es dauerte einige Zeit bis Billy endlich reisen durfte. Seine Papiere wurden vertauscht und ein schwerer Schicksalsschlag traf sein Frauchen .... aber es stand niemals zur Diskussion, dass Billy nicht hätte kommen dürfen! Er verbrachte die Wartezeit in unserem Refugio "Hope".Die Umstellung fiel ihm sehr schwer. Wir hatten ihn aus seiner Tierheim -Welt gerissen .Er wollte nicht fressen und starrte die Wände an. Aber ganz langsam konnte unsere Kollegin vor Ort sein Herz erobern. Wir erlebten einen Billy, der auf einmal verstanden hat warum ein Hund vier Beine hat: zum Rennen und sich austoben auf einer Wiese nämlich! Geht doch! - dachten wir.

Vertrauen ist eine zarte Pflanze und Billys gerade erworbenes Vertrauen brach durch den Ausreise-Stress wieder zusammen. Ein 2.Mal wurde er entwurzelt, um in sein endgültiges Zuhause zu ziehen und er wurde mittlerweile auch sehnsüchtig erwartet.

Wir begrüßten ihn gemeinsam am 30.4. am Flughafen in Düsseldorf und brachten ihn in seiner Box zum Auto um ihn nicht noch weiter zu stressen.

Die erste Rückmeldung aus seinem neuen Zuhause war entsprechend traurig : er wollte nicht fressen, interessierte sich überhaupt nicht für die vorhandene Hündin und zerlegte sein Sicherheitsgeschirr, aber er interessierte sich für sein Frauchen und verfolgte sie mit seinem Blick.Das Fressen war aber ein Problem und alle Tricks und Leckerchen wusste Billy nicht zu schätzen.Es war enttäuschend; Billys Frauchen ließ sich nicht entmutigen.

Die nächste Rückmeldung hört sich schon besser an :


Hallo Claudia,

wollte mich mal bei Dir melden um Dich auf dem Laufenden zu halten.Brösel geht es soweit gut, er frisst und kann teilweise auch schon entspannen. Möchte mir gar nicht vorstellen was er erlebt hat um so traumatisiert zu sein .Auf jeden Fortschritt, den er macht, folgt auch immer ein Rückschritt.

Sobald es eine minimale Veränderung gibt, verfällt er wieder in alte Muster.

Trotz allem bin ich super glücklich, denn er hat jetzt schon gelernt mit mir zusammen selbstständig und OHNE Leine in den Garten zu gehen und auch die böse Stufe dorthin zu überwinden.

Ich finde ein riesen Fortschritt und der Rest wird auch kommen, da bin ich mir sicher.

LG von Brösel, dem Rest der Band und natürlich auch von mir.“

Es wird noch ein langer Weg für Billy Brösel .Sein Frauchen lässt ihm alle Zeit der Welt. Brösel muss tatsächlich erst lernen zu leben .Er hatte sein ganzes Leben vorher keine Chance und nie erfahren, dass Menschen auch Freunde sein können. Er wusste nicht, dass die Welt nicht nur aus Beton und Gitterstäben besteht. Er verbrachtes ein Dasein in Isolation und er kann nichts dafür, dass er so ist wie er ist. Danke Charis, dass du ihn so angenommen hast. Ich bin sicher, dass Brösel in naher Zukunft sein Leben genießen wird. Wir werden weiter berichten und freuen uns auf Bilder-wenn er sich fotografieren lässt…    ;-)

 

Brösel lebt seit dem 30.4. in 37589 Kalefeld und hat 3000 gut eingezäunte Quadratmeter für sich.