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Vom Angsthund

zum Reitbegleithund

Nomi ( ehemals Naomi) ist wirklich ein Schatz. Sie will dabei sein, freut sich über jeden Spaziergang, Regen ist egal, Hauptsache laufen, springen, spielen...... Beim joggen im Wald kann ich sie inzwischen ohne Leine laufen lassen. Fremde Menschen machen ihr draußen selten etwas aus, meistens läuft sie dran vorbei ohne sie groß zu beachten. Anderen Joggern läuft sie sogar manchmal neugierig ein paar Schritte hinterher. Allmählich kommt sie auch mit fremden Hunden draußen besser klar. Anfangs ist sie meist zurück gelaufen. Jetzt wartet sie erst mal ab, wie der andere drauf ist. Manchmal läuft sie dann vorbei, oder sie wartet bis der andere näher an ihr dran ist und flitzt dann schnell vorbei oder sie macht einen großen Bogen durchs Gebüsch. Ich bin sicher, da wird sie auch noch entspannter und selbstbewusster. Immerhin gibt sie Hunden, die allzu aufdringlich sind, auch schon mal zu verstehen, dass sie mehr Distanz möchte, sprich: knurrt sie kurz an.

Vor ca. zwei Wochen haben wir unseren ersten größeren Ausritt gemacht, auch mit Trab und Galopp. Es hat super geklappt, sie ist toll mitgelaufen. Ich glaube, Galopp ist genau das richtige Tempo für sie ;))

Klar hat sie immer noch Angst, wenn sie an der Leine ist und Fremde auf sie zukommen. Aber sie gewöhnt sich auch an die Menschen, die sie immer wieder sieht; da ist sie vorsichtig, mag sich auch nicht anfassen lassen, aber nimmt manchmal auch schon ein Leckerchen. Ich habe sie jeden TAg mit im Stall, da bewegt sie sich alllmählich schon ganz entspannt.

Wir waren auch schon mal in Düsseldorf am Rhein, das fand sie suuuuuuuper!!!

Drinnen ist sie glaube ich weniger gerne als draußen. Sie schläft dann zwar viel (hat inzwischen so zwei Lieblingsplätze und muss sich ja auch von unseren Lauf- und Reittouren erholen....), aber sie sucht sich auch gerne etwas, was sie zerbeißen kann. Auf dem Foto von heute hatte ich ihr gerade ein Plüschschaf gegeben, inzwischen liegt die Füllung verteilt auf der Decke.

Ich hoffe so sehr, dass sich bald jemand für Nelson (und auch für Jason) findet. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeit, da ich ja noch nie einen Hund hatte, aber bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass Nomi mir besondere Probleme bereitet, weil sie ein Angsthund ist. Ich denke, zernagte Kissen, Wollknäuel und Schubladengriffe kommen auch bei verspielten Welpen vor. Und draußen... ja draußen hat sie einfach nur Spaß. Wenn sie rennen kann, über Baumstämme springen, durchs Wasser planschen, mit anderen Hunden spielen... Ich könnte dabei stundenlang zusehen und auch an einem trüberen Tag bekommt man einfach gute Laune wenn man sie durch den Wald und über die Wiesen flitzen sieht. Jetzt ist es ja auch mein Ding, draußen zu sein und nicht stundenlang durch die Stadt zu laufen oder ein Restaurant nach dem anderen aufzusuchen. Wobei ich sicher bin, dass Nomi sich mit Zeit noch an vieles gewöhnen kann und wird, auch wenn es unruhiger und belebter ist. Sie hat sich auch schon gut an den Stall gewöhnt, obwohl da auch oft einiges los ist.

Daher hoffe ich so für Nelson, dass er auch bald jemanden findet, der sich einfach auf ihn einlässt, ihm die Möglichkeit gibt, seinen Stress und seine Angst hinter sich zu lassen und der mit ihm einfach Spaß hat, unterwegs zu sein und den Moment zu genießen.

Nomi hat jetzt inzwischen alle viere von sich gestreckt, lässt das leicht zerfledderte Schaf in Ruhe und schläft

Bis demnächst, liebe Grüße aus Aachen von

Nomi und Nicole