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Viele Auslandshunde haben leider vor Ort kaum Chancen auf ein neues Zuhause.

Warum ist das so ? Welche Hunde sind besonders davon betroffen ?

Eine pauschale Kurzbegründung könnte lauten "krank, zu alt, zu jung, schwierig". Was für ein Elend hinter so wenigen Worten steckt, kann man bestenfalls erahnen.

Ein grundlegendes Problem ist zunächst, daß die Einstellung zu Tieren oft eine ganz andere ist als hierzulande. Der Tierschutzgedanke ist noch nicht ausreichend etabliert, es mangelt an Verantwortungsbewußtsein für die Mitlebewesen. Oft sind die Menschen auch so arm, daß sie Mühe haben, ihre eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen. Ein kranker oder nicht zur Jagd tauglicher Hund hat da keinen Stellenwert. Eine Kastration ist finanziell nicht denkbar, also entsorgt man ungewollte Welpen im Pappkarton an der nächsten Müllhalde. Traurige Realität für unzählige Hunde, und das jeden Tag.

Hunde werden meist zum Gebrauch gehalten. Ob zur Jagd, zum Schutz der Schafherden oder Bewachung von Eigentum. Sie sollen arbeiten, aber um ihre Gesundheit, ihre Ernährung und die Geburtenkontrolle kann oder will man sich nicht kümmern. Wenn ein Hund nicht mehr arbeiten kann, wird er oftmals entsorgt, ausgesetzt oder einfach sich selbst überlassen. Dazu kommen diejenigen, die überfahren und schwer verletzt im Straßengraben liegen. Diejenigen, die gerade geboren, der Mutter entrissen und zum Sterben weggeworfen werden.
Diejenigen, die heimlich am Tor der Auffangstationen angebunden werden, ob hochträchtig, verwundet oder von Parasiten übersäht. Das sind die "Glückspilze", denn für diese Hunde kommt die Hilfe schneller als für den Rest. Und es zeugt von einem Mindestmaß an Mitgefühl seitens der Halter.

Und da sind sie nun, die Hunde, für die wir kämpfen.

Wenn man sich die vorab beschriebene Situation vor Augen hält, kann man sich leichter vorstellen, warum viele dieser Hunde in ihrer Heimat kein neues Zuhause finden. Es gibt Welpen, die einfach "überflüssig" sind, weil man sich schon den Stärksten des Wurfs als neuen Herdenschützer herausgepickt hat. Hunde, die fachärztliche Betreuung in einem Maß brauchen, das vor Ort nicht realisierbar ist. Oder für die Menschen nicht bezahlbar.
Hunde, die mißhandelt wurden oder traumatisiert durch Unfälle sind.
Hunde, denen das Leben bisher übel mitgespielt hat, die noch nicht ein einziges Mal ein wärmendes Körbchen oder gar eine streichelnde Hand, Liebe und Fürsorge kennenlernen durften.

Natürlich ist uns bewußt, daß Präventionsarbeit, die Sensibilisierung der Bevölkerung, Kastratrionsprogramme etc. die einzig wirksamen Dauermaßnahmen gegen Tierelend sind. Daran arbeiten wir mit Hochdruck, mehr dazu hier

Dennoch möchten wir einige dieser Schattenhunde ins Licht holen. Unter den Bedürftigen gibt es immer einzelne, die noch mehr Hilfe brauchen als andere. Und genau diesen Hunden haben wir ein artgerechtes, behütetes Leben in Deutschland versprochen. Seien wir doch mal ehrlich - auch wenn wir ständig klagen, wie schlecht es uns geht... eigentlich geht es uns doch gut genug, um etwas gegen Mißstände zu tun, vor denen viele am liebsten die Augen verschließen. Oder... ?

Die Arbeit mit Pflegestellen ermöglicht uns, die Hunde bestens auf ihr neues Zuhause vorzubereiten und gibt ihnen die Chance auf eine glückliche Zukunft. Bitte werden Sie ein Teil davon !