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Ayk:

Geglückte Familienzusammenführung

Ayk hat nun auch seine Familie gefunden. Lesen Sie hier sein Happy End:

Ich freue mich riesig, dass ich, als sein Pflegefrauchen, nun das Happy End für mein Aykimännchen schreiben darf!

Es war Oktober 2016 als meine Kollegin mir erzählte, dass sie kurzfristig eine Pflegestelle für einen kleinen Hund suche. Der Kleine habe Probleme mit seinem Beinchen. Nach längerem Laufen humpelte er und eine Untersuchung vor Ort ergab, dass eine Operation unabdingbar war und auch nur in Deutschland gemacht werden konnte.

Die nächsten Tage hoffte ich inständig, dass sich jemand für ihn finden würde. Gleichzeitig überlegte ich, wenn alle Stricke reißen würden, ob er zu uns zu ziehen könnte. Da ich aber noch nie ein Tier mit einer größeren Operation betreut hatte und zudem 3 eigene Hunde hatte, kamen mir Zweifel, ob er hier gut genug aufgehoben sei. Im nächsten Telefonat fragte ich nach, ob Ayk eine Pflegestelle gefunden hat. Leider nein! Also machte ich den Vorschlag, dass Ayk zu uns kommen sollte.

Die Einreise und der OP-Termin waren schnell organisiert. Jetzt musste ich nur ein paar Umbauten vornehmen, denn Ayk sollte nach seiner OP auf gar keinen Fall das Beinchen belasten. Also wurde im Schlafzimmer eine Softbox aufgebaut, im Wohnzimmer, direkt neben dem Sofa, entstand ein kleines abgesperrtes Areal inclusive Körbchen, fürs Esszimmer kaufte ich eine weitere Box und auch in der Tenne wurde eine XXL - Box aufgebaut, der Treppenaufgang wurde mit einem Kinderschutzgitter gesichert.

Ayk konnte kommen.

Mitte Oktober 2016 wurde Ayk dann am Vorderbein operiert. Danach wurde ihm erst einmal für ein paar Wochen Ruhe verordnet, sprich: Ayk musste im Haus an die Leine, denn anders war er nicht unter Kontrolle zu bekommen, da er mit unserem Chico toben und rennen wollte. So verbrachten Ayk und ich die nächsten Wochen nah beieinander. Er kochte mit mir, er hang mit mir die Wäsche auf, er begleitete mich auf Schritt und Tritt, kurz gesagt: Er war 24 Stunden an meiner Seite, denn in einer seiner Boxen wollte er nur bleiben, wenn ich auch direkt daneben war. Ansonsten heulte und bellte er ununterbrochen. War er aber bei mir, war seine Welt in Ordnung und er war ein wirklicher Schatz während dieses Heilungsprozesses.

Nach 6 Wochen musste Ayk erneut zum Arzt und ich hoffte, dass er seine Zwangs-Leinen-Phase beenden konnte. Leider nein, denn der Knochen begann gerade erst zusammen zu wachsen. Das bedeutete, weitere Wochen Leinenzwang.

Anfang Januar stand der nächste Röntgentermin an. Der Heilungsprozess hatte nun gute Fortschritte gemacht und ein Teil des Nagels konnte entfernt werden. Jetzt mussten ein paar Tage später nur noch die Fäden gezogen werden und endlich gab der Arzt grünes Licht, dass Ayk wieder rennen und toben dürfe.

Noch heute habe ich diesen Moment vor Augen, in dem Ayk - das erste Mal nach vielen Wochen - losgerannt ist. Er war der glücklichste Hund der Welt. Von diesem Tag an gab es für ihn nichts schöneres mehr, als bei jedem Wetter den Garten zu entdecken, in dem er die Nase in irgendwelche Löcher steckte, das Brennholz untersuchte, Hasenköttel aufspürte, oder mit Chico um die Wette rannte. Bereits nach kurzer Zeit legte Ayk an Muskelmasse zu, was ganz deutlich an den Hinterläufen zu erkennen war. Wir verglichen ihn hier mit Arnold Schwarzenegger zu Bodybuilding-Zeiten.

Sein Vorderbeinchen war nun komplett verheilt, er hatte Muskelmasse gebildet, war super leinenführig, verträglich mit Hunden beiden Geschlechts, katzenverträglich und auch das Wort Sitz in Verbindung mit einem Fingerzeig funktionierte einwandfrei, um nur einige Sachen zu nennen.

Was aber noch viel wichtiger ist: Ayk ist ein totaler Schatz!!!

Was nun noch fehlte, war ein endgültiges Zuhause. Als ich die Nachricht bekam, dass sich eine Interessentin gemeldet hatte, konnte ich das Glück kaum fassen. Und es kam noch besser, denn diese Interessentin hatte bereits einen Hund unseres Vereins adoptiert. Ayks Schwester Ava (heute Abby).

Die Interessentin rief mich an und vom ersten Moment an waren wir uns sympathisch. Allerdings konnte Ayk noch nicht sofort umziehen, denn bei Abby stand noch die Kastration bevor.

Bis zu seinem Umzug hielt ich die Interessentin mit Bildern und Texten auf dem neusten Stand und schnell war sicher, dass sie Ayk adoptieren wollte.

Am 11.03.2017 war es dann soweit. Ayk bekam Besuch. Wenn alles passte und die Chemie zwischen Ayk und der Familie stimmte, konnte er sofort umziehen.

Und was soll ich sagen? Bereits nach ein paar Minuten war Ayk auf dem Arm des Sohnes und leckte ihm das Gesicht sauber. Die erste kleine Bande war somit geknüpft und die Frage, ob Ayk mit in die Pfalz reisen durfte wurde von allen Seiten bejaht.

Die Zusammenführung der Geschwister war auch kein Problem. Bereits nach einem Tag bekam ich ein Foto zugeschickt, wo Abby Ayk erst einmal die Ohren sauber machte. Viele weitere Fotos von glücklichen Hunden folgten bereits.

Ayk lebt nun seit dem 11.03.2017, gemeinsam mit seiner Schwester, einem 15-jährigen Rüden und 3 Katzen im schönen Dorf Großniedesheim.

Aykimännchen, machs gut mein großer Zwiebackfan. Ich freue mich so sehr für dich.